Archiv für Autobahn- und Straßengeschichte

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Wohnungen für Mitarbeiter der Straßen- (heute: Autobahn-)meisterei Niemegk

Die Autobahnmeisterei Niemegk befindet sich östlich der BAB A9, ca. 200 m von der Richtungsfahrbahn Berlin entfernt an der Anschlussstelle Niemegk. Wann die Gebäude errichtet wurden ist gegenwärtig noch nicht ermittelt. Für alle Bauwerke der Meisterei und somit auch für die zwei Doppelhäuser mit Wohnraum für die Mitarbeiter wurde gelbes Ziegelmauerwerk verwendet. Dieses Material wurde auch als Blendverkleidung bei den Brückenbauwerken im Bereich des Fläming benutzt. Im Zuge der Erneuerung der BAB A9 nach 1990 und der damit einhergehenden Verbreiterung auf 2 x 3 Fahrspuren fielen diese Brücken der Abrissbirne zum Opfer.

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Zufahrt zur Autobahnmeisterei Niemegk

Die beiden Wohnhäuser der Straßenmeisterei Niemegk stehen links der Einfahrt zum Meistereigelände von der Bundesstraße 102 aus. Es sind Doppelhäuser mit je 1½ Etagen. Zur Straßenseite hin besitzt das Dachgeschoss je Haus zwei Gauben.

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Straßenfront der Wohnhäuser

Die Dachflächen zur Gartenseite hin sind heute nicht mehr einheitlich, so dass über die ursprüngliche Gestaltung nicht geschrieben werden kann.

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Ansicht der Häuser von der Gartenseite aus

Text+Fotos H. Schneider, Naumburg (Saale), 2011

Nachtrag: Die Zeitschrift "Der RAB Straßenmeister, Heft 5/6 Mai/Juni 1941, enthält in der Rubrik "Aus dem Dienstbetrieb der RAB-Straßenmeistereien" die Meldung: "Ins neue Heim. Das erste fertiggestellte Doppelwohnhaus der Sm Niemgk haben die Kameraden Phillip Lutsch und Walter Sakowski mit ihren Familien bezogen."

H. Schneider, Naumburg (Saale), 3/2015